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Suchergebnisse für: "konzept"
Hausmeister Plus
Um noch deutlicher zu machen, dass RoundOF als Community-Projekt gedacht ist, gehört das Projekt ab sofort der Community. Solange diese keine geschäftsfähige rechtliche Form hat, betreibe ich RoundOF treuhänderisch für euch. Wenn die Community die volle Kontrolle über RoundOF haben will, dann kann sie einen Verein oder eine Genossenschaft gründen, dem/der das Projekt dann gehört.

Die Einnahmen und Ausgaben werde ich am Anfang jeden Monats veröffentlichen. Ihr könnt dann entscheiden, was mit dem Geld passieren soll.

Im Gegenzug habe ich für mich das Recht eingetragen, "die Brocken hinzuschmeißen" wie man so schön sagt.

Ich habe den RoundOF-Vertrag entsprechend geändert. Klicke hier, um ihn zu lesen.

Begründung:

Die Idee von RoundOF beruht auf gegenseitiger Hilfe und Vertrauen. Bisher mussten aber alle Teilnehmer mir vertrauen, ohne dass mir besonders viel Vertrauen abverlangt wurde, denn rein technisch gesehen, habe ich hier ja die Macht.

Wenn ich den Benutzern die Verfügungsgewalt über RoundOF übergebe, wird die Gegenseitigkeit auch auf dieser Ebene hergestellt.

Daher habe ich mich jetzt entschieden, euch das Projekt anzuvertrauen. Ich vertraue darauf, dass ihr die Einnahmen (sofern vorhanden) sinnvoll einsetzt, zum Beispiel um mich und/oder andere fair dafür zu bezahlen, dass das Projekt administriert und weiter entwickelt wird.

Ich glaube, dass wir auf diese Weise eine großartige Community schaffen können, deren Plattform professionell betreut wird, technisch auf dem neusten Stand ist, allen Komfort bietet und trotzdem frei bleibt von Werbung, Kampagnen und Datenschnüffelei.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Hausmeister Sep 8 '15 · Kommentare: 1 · Stichworte: finanzen, konzept
Hausmeister Plus
Vor ein paar Jahren kam ein Fußballfan zu mir. Er war mit seinem Fanclub Mitglied einer großen Online-Plattform zum Thema, und er war sehr unzufrieden. Die Plattform war von ihrem Entwickler an einen großen Konzern verkauft worden. Dieser verschärfte die Zensur, so dass die Fans nicht mehr reden konnten, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Fußballstadien sind nun mal keine Kuschelecken, da gehört ein rustikaler Umgangston halt dazu. Der neue Betreiber sah das allerdings anders und verbot alles, was auch nur entfernt an ein Schimpfwort erinnern könnte. Außerdem wurde das Forum mehr und mehr mit Werbung zugepflastert.

Daher bat dieser Fußballfan mich, ihm gegen ein kleines Honorar ein eigenes Forum einzurichten, bei dem er und seine Freunde die Regeln selbst bestimmen konnten. Das tat ich, die Jungs hatten ihren Spaß (und haben ihn immer noch), und damit wäre die Geschichte eigentlich zu Ende.

Aber das ganze ließ mich nicht los. Eine Online-Plattform, auf der die Werbung nervt, Benutzer, die mehr selbst bestimmen wollen, ein Einzelner, der seinen Freunden ein Forum spendiert - diese Aspekte arbeiteten in mir.

Dann las ich das Buch "Der Sinn des Gebens" von Stefan Klein. Das Buch handelt davon, wie altruistisches Verhalten, Großzügigkeit, Vertrauen, gegenseitige Geschenke und ähnliche Phänomene in menschlichen Gemeinschaften funktionieren. Es werden verschiedene Versuchsanordnungen beschrieben, in denen Menschen sich mehr oder weniger altruistisch verhalten können und damit mehr oder weniger Erfolg erzielen.

Dann erinnerte ich mich, wie ich im zarten Alter von 19 Jahren im Kölner Karneval den schönen Brauch der Trinkrunde kennengelernt hatte. Ich muss zugeben, dass ich das damals gar nicht kapiert hatte. Ich war begeistert, wie nett alle zu mir waren, und dass mir dauernd jemand ein Bier spendierte. Erst später dämmerte mir, dass damit die Erwartung verbunden war, dass ich auch mal eine Runde hätte geben sollen.

Im Buch von Stefan Klein las ich unter anderem die Erklärung, warum die Kölner mir das durchgehen ließen: Wenn man nämlich Trittbrettfahrer, die den Altruismus der Gemeinschaft ausnutzen, bestraft, so ist das immer mit Kosten verbunden. Im Kölner Karneval würden Strafmaßnahmen die allgemeine Feierlaune erheblich beeinträchtigen. Diesen Preis wollen die Jecken nicht bezahlen, da sind Schnorrer das kleinere Übel.

Das alles zusammen ließ die Idee keimen, eine Plattform nach dem Modell der Trinkrunde zu eröffnen. Das war jedoch für den Anfang zu kompliziert. Daher vereinfachte ich das Prinzip und brachte es auf die Formel: "Du kannst für jeden zahlen, nur nicht für dich selbst."

So entstand die Idee zu RoundOF - und jetzt bin ich gespannt, was sich daraus entwickelt.
Hausmeister Aug 17 '15 · Kommentare: 1 · Stichworte: konzept